hi, ich hab schon öfters gelesen das ein detektor im feld/acker sehr gut ist, im wald aber nicht ganz so gut, mich würd es jetzt interessieren, woran das liegt!
ist der boden im wald anders so das der detektoe nicht so gut funktioniert,
oder liegts an den bäumen/blättern am boden?
ich hab keine ahnung und seh keine logische einfache erklärung
schreibt mir wenn ihr was wisst
wald oder feld wie wird unterschieden???
Started By richone, Mai 10 2005 08:54
5 Antworten in diesem Thema
#1
Geschrieben 10 Mai 2005 - 08:54
#2
Geschrieben 11 Mai 2005 - 09:07
Hallo,
bin auch Anfänger (mein Detektor ist "noch" unterwegs - kommt wohl morgen bei mir an)
...aber ich hab gelesen, daß sich durch das herabfallende und verrottende Laub im Wald in den Jahren (Jahrhunderten) neue Humusschichten bilden und der Boden dadurch sozusagen nach oben "wächst".
D.h. die früheren Erdschichten werden zugedeckt.
Gruß, Hermann
bin auch Anfänger (mein Detektor ist "noch" unterwegs - kommt wohl morgen bei mir an)
...aber ich hab gelesen, daß sich durch das herabfallende und verrottende Laub im Wald in den Jahren (Jahrhunderten) neue Humusschichten bilden und der Boden dadurch sozusagen nach oben "wächst".
D.h. die früheren Erdschichten werden zugedeckt.
Gruß, Hermann
#3
Geschrieben 12 Mai 2005 - 08:27
hmmm aber 20cm bleiben 20cm egal ob hummus oder erde!
abgesehen davon find ich das das ne interessante überlegung ist, ein 1:0 für den acker würd ich sagen ;o)
abgesehen davon find ich das das ne interessante überlegung ist, ein 1:0 für den acker würd ich sagen ;o)
#4
Geschrieben 18 Mai 2005 - 03:52
das problem is auch das die Erde im Wald viel saurer ist durch den zerfall prozess des laubes. Und sauer macht nicht immer lustig zumindest nicht metalle die werden angegriffen.Zumindest solange bis am metall kein sauerstoff mehr vorhanden ist. Ich habe in der nehe vom moor gute funde gemacht
#5
Geschrieben 18 Mai 2005 - 08:38
Ich habe bereits mehrere Stahlkerngeschosse aus dem 2. Weltkrieg gefunden (7,62 mm). Die ich im Waldboden gefunden habe sahen deutlich besser aus.
Siegerlandsucher
Siegerlandsucher
#6
Geschrieben 26 Mai 2005 - 10:10
Hallo,
zunächst einmal ist wichtig, was für Wald bzw. Gehölze da sind. Bei vielen Nadelbäumen ist der Boden sehr sauer (ca. um pH 2-3 = Zitronensaft, Essig) und die Streu (Nadeln, Laub) sind schlecht zersetzt, weil die Nadeln reich an Wachsen, Gerbsäuren, Ligninen sind und somit von den Bodenmikroorganismen nicht gut zersetzt werden (schmeckt denen einfach nicht). Saures Millieu greift natürlich auch Metalle etc. an, dementsprechend können Funde dann auch aussehen. Bei Laubbäumen ist der pH-Wert im Boden i.d.R. nicht so niedrig, kann aber durch Lufteinträge dennoch mittlerweile in Bereiche um pH 4 fallen. Es gibt aber auch sog. "Zeigerpflanzen". Wenn ich z.B. einen guten Buchenwald habe, zeigt mir das an, daß der Boden relativ kalkhaltig sein wird, weil Buchen kalkhaltigen Boden bevorzugen. Damit wird der pH-Wert relativ höher sein und meine Funde sind evtl. nicht so sehr angegriffen. Generell gilt, wenn ich viel Laubauflage im Wald oder einer Fläche habe (nicht nur frische, sondern v.a. alte Streu), deutet das auf schlechtere Bodenverhältnisse infolge geringerer biologischer Aktivität hin. Es wird mehr humifiziert, d.h. die Streuauflage wächst. Im umgekehrten Fall wird die Streuauflage geringer und es wird mehr mineralisiert, d.h. den Mikrotierchen schmeckts und sie produzieren Nährstoffe für die Pflanzen. Inwieweit die auf solchen Böden höhere Mineralisierung allerdings Auswirkungen auf die Detektortechnik haben, kann ich leider nicht sagen, wäre mal einen Versuch wert...
Viel Theorie, hoffe ich habe euch nicht gelangweilt 8) .
Viele Grüße!
jotka
zunächst einmal ist wichtig, was für Wald bzw. Gehölze da sind. Bei vielen Nadelbäumen ist der Boden sehr sauer (ca. um pH 2-3 = Zitronensaft, Essig) und die Streu (Nadeln, Laub) sind schlecht zersetzt, weil die Nadeln reich an Wachsen, Gerbsäuren, Ligninen sind und somit von den Bodenmikroorganismen nicht gut zersetzt werden (schmeckt denen einfach nicht). Saures Millieu greift natürlich auch Metalle etc. an, dementsprechend können Funde dann auch aussehen. Bei Laubbäumen ist der pH-Wert im Boden i.d.R. nicht so niedrig, kann aber durch Lufteinträge dennoch mittlerweile in Bereiche um pH 4 fallen. Es gibt aber auch sog. "Zeigerpflanzen". Wenn ich z.B. einen guten Buchenwald habe, zeigt mir das an, daß der Boden relativ kalkhaltig sein wird, weil Buchen kalkhaltigen Boden bevorzugen. Damit wird der pH-Wert relativ höher sein und meine Funde sind evtl. nicht so sehr angegriffen. Generell gilt, wenn ich viel Laubauflage im Wald oder einer Fläche habe (nicht nur frische, sondern v.a. alte Streu), deutet das auf schlechtere Bodenverhältnisse infolge geringerer biologischer Aktivität hin. Es wird mehr humifiziert, d.h. die Streuauflage wächst. Im umgekehrten Fall wird die Streuauflage geringer und es wird mehr mineralisiert, d.h. den Mikrotierchen schmeckts und sie produzieren Nährstoffe für die Pflanzen. Inwieweit die auf solchen Böden höhere Mineralisierung allerdings Auswirkungen auf die Detektortechnik haben, kann ich leider nicht sagen, wäre mal einen Versuch wert...
Viel Theorie, hoffe ich habe euch nicht gelangweilt 8) .
Viele Grüße!
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