Der Fund ist demnach ein seltener Beleg für Kannibalismus in der frühen Jungsteinzeit in Europa. In dieser Zeit gab es in Mitteleuropa oft Hungersnöte.
"Am Spieß gebraten"
Die Knochen sind den Untersuchungen des Forscherteams nach absichtlich zertrennt und gebrochen worden. Sie weisen Merkmale wie bei Tierknochen auf, die "am Spieß gebraten" wurden, sagte Boulestin. Er widersprach der Ansicht anderer Wissenschaftler, die in der Abtrennung von Haut und Fleisch ein Bestattungsritual sehen. Es sei zwar schwer zu beweisen, dass die gefundenen Knochen für den Verzehr gegart wurden. An etlichen Knochen seien aber Kauspuren zu finden.
Grab schon 1996 entdecktDas Grab in Herxheim wurde 1996 entdeckt und zwischen 2005 und 2008 untersucht. Die Ergebnisse veröffentlichten die Forscher um Boulestin im Fachjournal "Antiquity".
Quelle: T-Online
(06.12.2009)
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