Geldsegen für Hobbyschatzsucher: Der Goldschatz aus der Zeit der Angelsachsen, den ein arbeitsloser Brite im Sommer entdeckt hatte, ist knapp 3,6 Millionen Euro wert. Die Summe werde nun zu gleichen Teilen an den Finder Terry Herbert und den Besitzer des Grundstücks, Fred Johnson, gehen, erklärte das British Museum in London.
Der 55 Jahre alte Herbert hatte den Schatz mit seinem Metalldetektor im Juli auf einem benachbarten Acker in der mittelenglischen Grafschaft Staffordshire entdeckt.
Mindestens 1350 wertvolle Stücke
Der Fund stammt vermutlich aus dem siebten Jahrhundert und besteht aus mindestens 1350 Stücken, darunter Helmteilen, Schwertgriffen und Kreuzen. Insgesamt gehören zu dem Schatz fünf Kilo Gold und 1,3 Kilo Silber sowie unzählige Edelsteine. Archäologen halten ihn für den größten und bedeutendsten aus der Zeit des germanischen Stammes.
Bauer will nicht umziehen
Der Landbesitzer Johnson erklärte, er wisse noch nicht, was er mit dem Geld machen werde. "Er war tausende Jahre vergraben, (die Entscheidung) kann da ein bisschen warten", zitierte ihn BBC auf ihrer Webseite. Er will jedenfalls nicht umziehen. Er rechne zwar nicht mit weiteren Schätzen unter seinem Land, sagte Johnson. Das habe er aber auch vor dem ersten Fund gedacht.
Streit zwischen den Findern
Nach dem Fund des Goldschatzes war es zu einem Zwist zwischen Herbert und Johnson gekommen. Herbert gehe es "nur ums Geld", hatte Johnson im September einer Zeitung gesagt. Er sei sehr unglücklich über die große Aufmerksamkeit, da er mit Herbert eigentlich Diskretion vereinbart habe. Ihm selbst gehe es nicht um den materiellen Wert des Schatzes, betonte Johnson: "Es ist eine unglaubliche Entdeckung für dieses Land, und das ist das Wichtigste."
Fund dem Publikum zeigen
Der Schatz ist derzeit zu Teilen im British Museum zu sehen. Jedoch hoffen zwei Museen, das Birmingham Museum and Art Gallery und das Potteries Museum and Art Gallery in Stoke-on-Trent, die nötigen Mittel einzusammeln, um den Schatz zu erwerben. Es sei "immens wichtig", dass der Fund für die Öffentlichkeit zugänglich sei, betonte Norman Palmer vom Schatzkomitee, das von der Regierung ernannt worden war.
Quelle: T-Online
Erschienen am 26. November 2009
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