Die Funde sollen nun im Landesmuseum von Sachsen-Anhalt restauriert werden. Zudem haben Archäologen bei Umbettungen in der Gruft der Klosterkirche Ilsenburg im Harz ein 350 Jahre altes Kinderschuhpaar aus der Barockzeit entdeckt.
Sprichwörtlich: "Umgekehrt wird ein Schuh draus"
Laut Breuer lässt sich anhand des Magdeburger Fundes sehr gut erkennen, wie Schuhe im Mittelalter hergestellt wurden. "Die Einzelteile wurden auf einen Leisten gespannt, zusammengenäht und dann zum Schutz der Naht gewendet - daher das geflügelte Wort 'Umgedreht wird ein Schuh draus'."
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56 Mal heruntergeladenGetränkt und gefriergetrocknet
Die feucht geborgenen Funde wurden bereits in der Werkstatt des Museums 14 Tage lang in eine chemische Lösung getränkt und anschließend gefriergetrocknet. "Damit behalten die Schuhe ihre ursprüngliche Form und können problemlos in einer Museumsvitrine ausgestellt werden", sagte Breuer. Ein gotischer Schuh wird in der Landesausstellung "Aufbruch in die Gotik. Der Magdeburger Dom und die späte Stauferzeit" vom 31. August bis 6. Dezember im Kulturhistorischen Museum Magdeburg gezeigt.
Schmuckloser Jungenschuh
Die in Ilsenburg entdeckten schmucklosen Halbschuhe aus Rindsleder gehörten wahrscheinlich einem Jungen. "Für die Forschung ist das rund 350 Jahre alte Paar aus der Barockzeit besonders wertvoll, weil hier der Schuhaufbau genau erhalten ist", sagte Breuer. Geplant ist, dieses Paar an das Schuhmuseum Weißenfels auszuleihen.
Quelle: t-online
Erschienen am 07. Juni 2009











